Südkorea setzt in seiner digitalen Auslandsdiplomatie auf Taekwondo. Mit dem neuen Video „Taekwondo EP.1: The Spirit That Represents Korea“ präsentiert das Außenministerium die Kampfkunst nicht nur als Sport, sondern als kulturellen Ausdruck von Respekt, Disziplin und koreanischer Identität.
Mehr als Sport: Taekwondo als Soft Power
Hinter der emotionalen Inszenierung steckt eine klare Strategie. Über den offiziellen Diplomatiekanal KOREAZ verbreitet das Ministerium digitale Inhalte, die internationale Zielgruppen ansprechen und Koreas Werte transportieren sollen. Taekwondo wird dabei bewusst als kulturelles Aushängeschild positioniert – ein Werkzeug, um Sympathie, Vertrauen und globale Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Teil eines größeren Plans
Der Zeitpunkt des Videos ist kein Zufall. Parallel dazu stellt das Kulturministerium den Fourth Basic Plan for the Promotion of Taekwondo (2024–2028) vor, der die weltweite Sichtbarkeit und Weiterentwicklung der Sportart stärken soll. Gleichzeitig wächst in Korea die Debatte, Taekwondo gemeinsam mit Nordkorea als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe anzumelden – ein Schritt, der sowohl kulturelle als auch politische Signalwirkung hätte.
Wie ein Kampfsport zur kulturellen Strategie wird
Setzt man all diese Entwicklungen zusammen, wird klar: Das Video ist mehr als ein Imageclip. Es ist Teil einer größeren Erzählung, in der Taekwondo als Identität, Tradition und exportierbare Kulturmarke ins Zentrum rückt. Südkorea zeigt damit, wie ein Land seine kulturellen Stärken nutzt, um weltweit Präsenz zu zeigen – und dass Soft Power manchmal auf der Matte beginnt.
Quelle: MASTKD, Korea puts Taekwondo at the forefront of its digital public diplomacy.

